Unsere Geschichte

Entdecke die Momente, die uns zu dem gemacht haben, was wir heute sind.

  1. vor 1300–1827

    Vom Coenisberg zum Oberkanetsberg

    Die ersten schriftlichen und kartografischen Spuren des Oberkanetsbergs reichen bis ins Mittelalter zurück. Alte Ortsnamen und Karten zeigen, wie aus einem Ort auf dem Hügel ein genau vermessener...

    Vom Coenisberg zum Oberkanetsberg

    vor 1300–1827

    Vom Coenisberg zum Oberkanetsberg

    Ein Name mit jahrhundertelanger Geschichte

    Der Kanetsberg begegnet in den historischen Quellen unter verschiedenen Namen. Vor 1300 soll der Ort als „Coenisberg“ bezeichnet worden sein; als Namensgeber wird Kono genannt. Im Salbuch des Vizedomamts Straubing um 1313 erscheint die Form „Chuneinsperg“. In späteren Dokumenten finden sich Schreibweisen wie Kanetesberg, Kanasperg, Khanasperg oder Khomasperg.

    Diese Varianten bezeichnen nicht unterschiedliche Orte. Sie spiegeln die jeweilige Schreibweise, Aussprache und Verwaltungssprache ihrer Zeit. Besonders beständig bleibt der zweite Namensbestandteil: „Berg“ beziehungsweise „Perg“. Er verweist auf die erhöhte Lage und verbindet den Ortsnamen unmittelbar mit der Landschaft.

    Kanasperg auf der Landtafel von 1568

    Eine der frühesten bildlichen Spuren findet sich auf der Landtafel Nr. 11 von Philipp Apian aus dem Jahr 1568. Dort erscheint „Kanasperg“ im Raum zwischen Metten, Bernried und den damaligen Landgerichten Straubing, Deggendorf und Viechtach. Die historische Zusammenstellung deutet die Bezeichnung „villa in colle“ als Dorf, Bauernhof oder Gut auf dem Hügel.

    Apian hatte bereits 1563 wesentlich detailliertere Originalkarten angefertigt. Diese Karten und ihre Replikate sind nicht erhalten. Die später ausgeführten Landtafeln zeigen weniger Einzelheiten, sind aber dennoch ein wichtiger Beleg: Der Ort war im 16. Jahrhundert eindeutig benannt und in die regionale Geographie eingeordnet.

    Von der Übersichtskarte zur genauen Vermessung

    Die Uraufnahme um 1827 zeigt eine völlig andere Form der Kartographie. Während die Landtafel von 1568 Orte, Flüsse und Herrschaftsräume bildhaft zusammenfasst, stellt die Uraufnahme Ober- und Unterkanetsberg mit Gebäuden, Wegen, Wäldern, Wiesen und Grundstücksgrenzen wesentlich genauer dar.

    Der Vergleich der beiden Karten erzählt deshalb auch eine Geschichte der Verwaltung. Aus einem benannten Ort in einer großräumigen Landschaft wurde ein exakt vermessener Besitzraum. Für die heutige Hofgeschichte ergänzen sich beide Darstellungen: Die erste belegt die frühe Bekanntheit des Ortsnamens, die zweite macht die konkrete Struktur der gewachsenen Kulturlandschaft sichtbar.

  2. 13. Jahrhundert–1805

    Kloster, Herrschaft und alte Wege

    Oberkanetsberg war über Jahrhunderte Teil eines größeren Netzes aus Klosterbesitz, landesherrlicher Verwaltung, Pfarrbezirken und alten Verkehrswegen.

    Kloster, Herrschaft und alte Wege

    13. Jahrhundert–1805

    Kloster, Herrschaft und alte Wege

    Die achtzehn Huben des Klosters Metten

    Oberkanetsberg war kein isolierter Einzelhof. Eine Urkunde Papst Gregors X. nennt achtzehn Huben, die das Kloster Metten in Dörfern und Gütern „vor und im Walde“ besaß. Spätere Aufstellungen rechnen Oberkanetsberg zu diesem historischen Siedlungs- und Wirtschaftsraum.

    Eine Hube war mehr als eine bestimmte Fläche. Sie verband Hofstelle, Nutzungsrechte, Abgaben und Arbeitsleistungen. Salbücher und Urbare hielten genau fest, welche Personen auf den Höfen saßen und welche Leistungen sie zu erbringen hatten.

    Vom Klosterbesitz zum landesherrlichen Hof

    Bis 1536 hatte das Kloster Metten die Grundherrschaft über die betreffenden Huben bereits verloren. Die Höfe waren nun dem Landesherrn urbar. Dem Kloster blieben nur noch geringe Geldabgaben. Für Oberkanetsberg ist 1536 Jörg Knogl mit 15 Regensburger Pfennigen Gilt genannt; bei Unterkanetsberg erscheint Veit Kraus mit acht Regensburger Pfennigen.

    Die Einträge zeigen einen allmählichen Übergang von klösterlicher zu landesherrlicher Bindung. Ober- und Unterkanetsberg gehörten später zum Rentkastenamt Straubing und lagen zugleich im Zuständigkeitsbereich des Pfleggerichts Mitterfels. Kirchlich gehörten die Orte zunächst zur Pfarrei Berg. Nach deren Auflösung 1805 kamen sie zur Pfarrei Edenstetten.

    Straßen und Verbindungen durch den Vorwald

    Auch die alten Verkehrswege prägten die Entwicklung des Raumes. Eine Straße führte von der Donau über Schwarzach nach Viechtach, eine weitere über Kalteck. Von Deggendorf verlief eine Verbindung durch das Graflinger Tal; bei Patersdorf zweigte eine Route durch das Zellertal in Richtung Kötzting ab.

    Diese Wege verbanden Höfe, Märkte, Gerichte und kirchliche Zentren. Über sie wurden Waren, Abgaben und Nachrichten transportiert. Gleichzeitig konnten dieselben Straßen in Kriegszeiten zu Einfallswegen werden. Die Geschichte des Oberkanetsbergs ist daher immer auch eine Geschichte seiner Einbindung in ein größeres regionales Netzwerk.

  3. 1577–1927

    Leben und Arbeiten auf dem Hof

    Urbare, Steuerregister und Bauaufzeichnungen geben einen seltenen Einblick in Gebäude, Bewohner, Arbeitsorganisation und Besitzrechte auf den Höfen am Kanetsberg.

    Leben und Arbeiten auf dem Hof

    1577–1927

    Leben und Arbeiten auf dem Hof

    Behausung, Stadel, Stall und Backofen

    Das Saal- und Urbarsbuch des Rentkastenamts Straubing beschreibt die Hofstellen am Kanetsberg im späten 16. Jahrhundert. Jakob Knogl und seine Ehefrau Barbara hatten seit 1577 Leibgeding auf einen Hof und eine Sölde. Zur Hofstelle gehörten eine hölzerne Behausung, ein Stadel mit Tenne, ein Stall und ein Backofen. Alles wurde als „mittelmäßig erbaut“ bezeichnet.

    Auch das Lehen des Sebastian Välckl umfasste eine Behausung, Stadel, Tenne, Stall und Backofen. Eine bauliche Bemerkung fällt besonders auf: Das Haus sei, abgesehen von der Stube, in einer ungewöhnlichen Weise ausgeführt gewesen. Die Zusammenstellung hebt hervor, dass die Häuser in der Umgebung sonst üblicherweise vollständig aus Holz bestanden. Für Unterkanetsberg ist zusätzlich ein hölzerner Getreidekasten belegt.

    Wer 1664 auf dem Hof lebte

    Das Anlagsregister für die Türkensteuer von 1664 nennt nicht nur die Hofbesitzer, sondern auch die Menschen, die auf den Höfen arbeiteten. Bei Andreas Prebeck und seiner Ehefrau werden ein Knecht, ein Niederknecht, ein Unterknecht, eine Dirn, ein Hirte und vier Inleute aufgeführt. Dazu kam ein Sohn. Beim Hof waren zwei Inhäusl vorhanden; 1666 werden bereits drei genannt.

    Die Aufstellung macht die Größe des landwirtschaftlichen Betriebs deutlich. Ein großer Hof war ein gemeinsamer Lebens- und Arbeitsort für die Besitzerfamilie, mehrere Dienstboten und weitere Bewohner. Die Bezeichnungen zeigen zugleich eine klare Rangordnung unter den Arbeitskräften.

    Leibgeding und Erbrecht

    Viele Höfe wurden nicht als modernes, frei verfügbares Eigentum übertragen. Leibgeding und Leibrecht sicherten einer Person oder einem Ehepaar die Nutzung für die Lebenszeit. Wer den Hof übernahm, musste bestehende Rechte berücksichtigen. Heirats-, Übergabe- und Kaufbriefe regelten deshalb Besitz, Versorgung, Auszahlungen und die Rechte früherer Inhaber sehr genau.

    Im 18. Jahrhundert wandelten sich diese Formen teilweise in Erbgerechtigkeit. So beantragte Mathias Lehner nach dem Mandat von 1779 anstelle seines Leibrechts ein erbliches Recht. Die Quellen zeigen damit, wie sich bäuerlicher Besitz schrittweise von persönlich gebundenen Nutzungsrechten zu stärker vererbbaren Formen entwickelte.

    Bauen und Anpassen über Generationen

    Die Höfe blieben baulich nicht unverändert. Auf Hof Nr. 56 wurde 1907 ein Stadel abgebrochen und neu errichtet. Ein Austragshäusl war bereits einige Jahre zuvor entstanden; 1913 wurde der Stadel verlängert. 1927 folgten ein Wagenschuppen und ein neuer Backofen. Auf Hof Nr. 57 sind ein Schupfenneubau von 1887 und der Neubau eines Stadels im Jahr 1904 dokumentiert.

    Bemerkenswert ist die Kontinuität: Der Backofen gehörte bereits 1577 zur typischen Hofausstattung und wurde auch im 20. Jahrhundert noch ausdrücklich erwähnt. Die Funktion blieb bestehen, während Gebäude und Arbeitsabläufe fortlaufend an neue Anforderungen angepasst wurden.

  4. 1633–1653

    Krieg, Ruin und ein neuer Anfang

    Die Kriegsjahre des 17. Jahrhunderts trafen auch den Oberkanetsberg. Verträge und Nachlassakten zeigen, wie Familien mit Zerstörung, Schulden und dem Wiederaufbau umgingen.

    Krieg, Ruin und ein neuer Anfang

    1633–1653

    Krieg, Ruin und ein neuer Anfang

    Die Schweden im Deggendorfer Land

    Am 18. November 1633 kam eine Abteilung schwedischer Truppen von Deggendorf über den Berg. Die Soldaten plünderten Schloss Egg und setzten es bei ihrem Abzug in Brand. Deggendorf blieb ungefähr 18 Wochen besetzt; von dort aus zogen Truppen durch den gesamten Umkreis. Nach der historischen Zusammenstellung war auch Oberkanetsberg betroffen.

    Für einen Bauernhof bedeutete ein solcher Einfall weit mehr als einen kurzfristigen Schaden. Gebäude, Vieh, Vorräte und Ernten konnten verloren gehen. Die wirtschaftlichen Folgen wirkten über Jahre und beeinflussten Erbschaften, Übergaben und Kaufpreise.

    Ein Nachlassvergleich von 1638

    Wie schwer die Lage war, zeigt ein Vergleich vom 6. November 1638. Adam Liebl, Inhaber eines Gutes am Kanetsberg, sollte Geschwistern und weiteren Erben ursprünglich 330 Gulden auszahlen. Weil er jedoch in den „Feindszeiten“ und auf andere Weise starken Ruin erlitten hatte, wurde die Forderung auf 90 Gulden herabgesetzt.

    Der Wortlaut ist verwaltungssprachlich, aber die Aussage eindeutig: Die Familie musste die Erbansprüche an die tatsächliche wirtschaftliche Notlage anpassen. Die Quelle verbindet damit ein großes historisches Ereignis mit dem konkreten Schicksal eines einzelnen Hofes.

    Leibrecht und Verkauf nach der Zerstörung

    1652 erhielten Maria Liebl und ihr Ehemann Sebastian Thanner ein lebenslanges Leibrecht. Die Zusammenstellung vermutet, dass dies ohne Gegenleistung geschah, weil der Hof durch die Kriegsereignisse stark ruiniert worden war. Nur ein Jahr später, am 16. Dezember 1653, verkauften die Eheleute den Hof an Andreas Prebeck aus Edenstetten und dessen Ehefrau Apollonia.

    Der Kaufpreis betrug 900 Gulden. Übertragen wurden nicht nur Gebäude und Grund, sondern auch die zugehörigen Sölden und bestehenden Leibgedingsrechte. Der Vertrag zeigt, wie komplex ein Hofübergang war: Rechte früherer Besitzer, familiäre Ansprüche und die wirtschaftliche Wiederherstellung mussten zusammengeführt werden.

    Vom Überleben zur neuen Hoflinie

    Mit Andreas und Apollonia Prebeck begann eine Besitzerlinie, die den Hof über viele Generationen prägte. Ihre Familie stellte Dienstboten ein, bewirtschaftete die zugehörigen Inhäusl und führte den Hof durch die folgenden Jahrzehnte. Aus der Krise der 1630er Jahre entstand so ein neuer Abschnitt der Hofgeschichte.

    Die Dokumente erzählen keine romantische Wiederaufbaugeschichte. Sie zeigen vielmehr, wie Überleben auf dem Land funktionierte: durch rechtliche Vereinbarungen, familiäre Hilfe, reduzierte Forderungen und die Bereitschaft neuer Besitzer, einen beschädigten Betrieb weiterzuführen.


  5. 1536–1960er-Jahre

    Drei Höfe, viele Generationen

    Drei Hofstellen, zahlreiche Besitzerfamilien und mehr als vier Jahrhunderte Veränderung: Die Hofchroniken zeigen Kontinuität, Teilungen und regionale Familiennetzwerke.

    Drei Höfe, viele Generationen

    1536–1960er-Jahre

    Drei Höfe, viele Generationen

    Hof Nr. 56: Knogl, Liebl, Prebeck und Mühlbauer

    Für Hof Nr. 56 ist 1536 Jörg Knogl belegt. 1577 hatten Jakob Knogl und Barbara Leibrecht auf den Hof und eine Sölde. Im frühen 17. Jahrhundert erscheint die Familie Liebl. Nach den Zerstörungen der Schwedenzeit gelangte der Hof 1653 für 900 Gulden an Andreas und Apollonia Prebeck.

    Die Familie Prebeck prägte den Hof über mehrere Generationen. 1779 wurde der ganze Hof bei der Übergabe an Joseph Prebeck auf 1158 2/6 Gulden geschätzt. 1843 umfasste der Besitz 302,62 Tagwerk. 1866 übernahm Alois Prebeck dieselbe Fläche für 27.000 Gulden.

    Danach wurde der Besitz schrittweise verkleinert. 1870 gingen 46,21 Tagwerk ab, darunter große Waldflächen am Zellberg. Es folgten weitere Verkäufe und Besitzerwechsel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gelangte der Hof an die Familie Mühlbauer. 1923 wurde er für 15.054.500 Mark an Xaver Mühlbauer übergeben – eine Zahl, die vor dem Hintergrund der damaligen Inflation gelesen werden muss.

    Hof Nr. 57: Välckl, Karl, Lehner, Pongratz und Batzer

    Auf Hof Nr. 57 ist 1536 zunächst Erdl genannt. 1577 hatten Sebastian Välckl und Barbara Leibrecht auf ein Lehen. Nach mehreren familiären Übergängen erscheint ab der Mitte des 17. Jahrhunderts die Familie Karl. Paul Karl, Johann Carl und weitere Generationen führten den Hof bis ins 18. Jahrhundert.

    1759 heiratete Mathias Lehner die Hoferbin Magdalena Karl. Der Hof wurde damals auf 600 Gulden geschätzt. Über deren Sohn Johann Lehner und dessen Tochter Anna kam der Besitz zur Familie Pongratz. Im 19. Jahrhundert folgten Verkäufe und Tausche, später die Familien Kraus, Ebner und Batzer. 1953 wurde der Hof an Josef Batzer überlassen.

    Unterkanetsberg Nr. 59

    Für Unterkanetsberg ist 1536 Veit Kraus belegt. 1578 besaß Leonhard Mair ein Leibgeding für sich, seine Ehefrau Magdalena und zwei Kinder. Zum Lehen gehörten eine hölzerne Behausung, Stadel, Tenne, Getreidekasten, Stall und Backofen.

    Später erscheinen die Familien Liebl und Preböck. 1866 übernahmen Johann Liebl und seine Braut Kreszenz Kraus den Hof mit 90,21 Tagwerk für 8000 Gulden. 1909 wechselte der Besitz zunächst an Alois und Franziska Aichinger und anschließend durch Tausch an Karl und Kreszenz Mühlbauer. 1950 erfolgte die Übergabe an Ludwig Mühlbauer und Katharina, geborene Hacker.

    Frauen, Familiennetzwerke und Besitz

    Die Hofgeschichte wurde nicht nur von männlichen Hofbesitzern geprägt. Frauen brachten Vermögen und Rechte in Ehen ein, wurden Hoferbinnen, führten Besitz nach dem Tod ihrer Männer weiter und waren Vertragspartnerinnen bei Verkäufen und Übergaben. Maria Liebl, Apollonia Prebeck, Magdalena Karl, Anna Lehner und Maria Batzer sind nur einige Beispiele.

    Heiraten verbanden den Oberkanetsberg mit Bernried, Edenstetten, Berg, Buchet, Weibing, Grub, Medernberg und zahlreichen weiteren Orten. So entstand ein dichtes Netzwerk aus Höfen, Familien und Dörfern. Die Besitzerlisten sind deshalb nicht nur eine Abfolge von Namen, sondern ein Bild regionaler Beziehungen.

    Was die Zahlen erzählen

    Die Quellen nennen Hofwerte in Gulden und Mark sowie Flächen in Tagwerk und Hektar. Diese Angaben lassen sich nicht ohne Weiteres über Jahrhunderte vergleichen. Sie zeigen jedoch, wann Höfe geteilt, verkleinert, getauscht oder neu bewertet wurden. Besonders deutlich wird der Wandel bei Hof Nr. 56, dessen Fläche sich im späten 19. Jahrhundert stark verringerte.

    Gemeinsam ergeben die drei Hofgeschichten ein Bild von großer Kontinuität und ständigem Wandel. Familien kamen und gingen, Flächen wurden verändert und Gebäude neu errichtet. Der Ort selbst blieb über Jahrhunderte ein landwirtschaftlich geprägter Lebensraum.

  6. 22. August 2025

    Historischer Obsthof lebt wieder auf

    Die Passauer Neue Presse berichtet über die Wiederbelebung des historischen Obsthofs am Oberkanetsberg – einen besonderen Ort, an dem Denkmalpflege, Landwirtschaft und traditionelles Brennhandwerk zusammenfinden.

    Historischer Obsthof lebt wieder auf

    22. August 2025

    Historischer Obsthof lebt wieder auf

    Historischer Obsthof lebt wieder auf

    Eine historische Hofanlage, jahrhundertealte Kulturlandschaft und eine moderne Brennerei: Der Oberkanetsberg wurde in einem ausführlichen Zeitungsbericht vorgestellt.

    Unter der Überschrift „Historischer Obsthof lebt wieder auf“ berichtet die Zeitung über die behutsame Wiederbelebung des Hofes durch Karl Hacker. Die Geschichte des Anwesens reicht weit zurück. Heute verbindet der Oberkanetsberg seine historische Bedeutung mit Landwirtschaft, Streuobstanbau und traditionellem Brennhandwerk.

    Ein besonderer Ort wird neu belebt

    Als Karl Hacker den Hof entdeckte, war das Anwesen stark sanierungsbedürftig. Mit viel Geduld, persönlichem Einsatz und Respekt vor der ursprünglichen Bauweise wurde die Hofanlage denkmalgerecht restauriert.

    Dabei sollte nicht nur ein historisches Gebäude erhalten werden. Ziel war es, einen lebendigen Ort zu schaffen, an dem Landwirtschaft, Handwerk und Natur wieder zusammengehören.

    Tradition trifft moderne Brenntechnik

    Neben der Sanierung der historischen Gebäude entstand auf dem Hof eine moderne Brennerei. Hier werden Früchte und Kräuter sorgfältig verarbeitet und zu charaktervollen Bränden, Likören und weiteren Spezialitäten veredelt.

    Moderne Technik unterstützt das traditionelle Handwerk. Im Mittelpunkt stehen die Qualität der Rohstoffe, eine schonende Verarbeitung und viel Erfahrung.

    Rund 250 Obstbäume und eigene Kräuter

    Ein zentraler Bestandteil des Hofes sind die Streuobstwiesen. Rund 250 Obstbäume tragen unterschiedliche Früchte. Ergänzt werden sie durch Kräuter, die ebenfalls auf den Flächen des Oberkanetsbergs angebaut werden.

    Der Erhalt der Streuobstwiesen ist nicht nur für die Herstellung der Produkte wichtig. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und tragen zum Erhalt der regionalen Kulturlandschaft bei.

    Geschichte, Natur und Handwerk

    Der Oberkanetsberg steht für die Verbindung von Vergangenheit und Zukunft. Historische Gebäude werden bewahrt, Obstbäume und Kräuter gepflegt und traditionelles Wissen mit moderner Technik weitergeführt.

    Der Zeitungsbericht zeigt, dass der Hof weit mehr als ein landwirtschaftlicher Betrieb ist. Er ist ein Ort mit Geschichte, ein Stück Heimat und eine besondere Perle im Perlbachtal.

    „Ich liebe diesen Ort und könnte mir keinen besseren Platz vorstellen.“

    Zeitungsbericht „Historischer Obsthof lebt wieder auf“, Artikel von Manuela Lang